Samstag, 18. August 2012

Tag 14 Würzjoch – Puezhütte 3 Joche, das heisst Laufen bergauf ohne Ende – “Der Führer übrigens immer wieder“.....


Schon beim besten Frühstück der Tour merken wir, dass es heute nicht einfach werden wird. Der Eierkocher will einfach nicht die Eier in 4 ½ Minuten zum Stocken bringen, sondern liefert mir nur ein „trinkfertiges Rohei“.....Guten Morgen.  Auf der weiteren Strecke plagen mich dann beide Schienbeinmuskeln mit Muskelkater und der Cache „Alter knorriger Mann“ ist auch ein DNF....Toll oder ???? SHYCE.....





Es locken denn dann auch 3 Joche, die wir in steilen Aufwärtskurven über lange Minuten schweisstreibend und kräftezehrend überqueren dürfen....Irgendwo mitten auf dem Weg glotzen uns dann unmittelbar auf der Höhe ein Pferd und eine Kuh an, als sei dies alles die natürlichste Sache der Welt... Ist doch auch klar oder ...?











Auch Drahlseilversicherungen sind dabei, die Ricco und wir zeitraubend überqueren, bis dass wir endlich mitten in den Dolomiten, mit Sicht auf die Marmolada die Puezhütte erreichen.  Bilder habe ich in den Seilstrecken keine machen können..







Auf dieser Hütte ist jede ! Spaghetti mit dem Hubschrauber eingeflogen worden, was sich am Preis jeder Leistung merklich niederschlägt........Bolognese zum Einatmen groß : 8,00 € usw..... AUA, aber verständlich. Dennis schläft heute mit Ricco auf 2400 HM im Zelt, muß aber bis 09:00 Uhr abgebaut haben ( Hubschrauber kommt mit Versorgungsmitteln ) Ich darf unter einem 30 cm über Kopfhöhe laufendem Balken mit 10 Spaniern versuchen meine Ruhe zu finden ( Duschen übrigens : 4 €......) Na denn : Happy Planschen für 3 Min. oder so....



Unterwegs lästern wir immer wieder über die fehlerhafte Wegbeschreibung des "Rother Wander Führers", die mich dazu bringt zu äußern : "Der Führer hat schon immer gelogen"....Traue also keinem Buch, das den Weg als einfach bezeichnet, oder Einheimischen, die behaupten es dauere bloß 3 Stunden, bis Du da bist......Blödsinn......





Ach ja, nimm ne Menge Barscharft mit, damit Du hier nicht verhungerst, oder an Deinen Kräften leidest....Guter Tip !


Ach ja, ich liebe übrigens den Geruch schweissiger Socken und stinkender Klamotten.....lol

Tag 13 Rastnerhütte – Roascharte – Medalges Alm Pennen im 3-Sterne Heizungskeller


OK. Ein neuer Tag und neue Kräfte...oder ?......Ab über das Hochgebiet und aussergewöhnlich tolle Landschaft zunächst zur Mauerberghütte, wo Ricco nicht wirklich erwünscht ist ( Ist das Ihr Hund, hier herrscht Leinenzwang...“ )






Tatsache ist, dass Ricco nach den langen Lauftagen gewiss keinen Schritt mehr zuviel tut... Hier treffe ich denn auch Peter und Janine, sowie Johanna und Nicola wieder, die auch schon ein wenig müde und angeschlagen nach den vielen Kilometern ( 300 und 13000 HM )aussehen. Aber egal, weiter geht´s bis zum Würzjoch...








Aufgrund der wirklich bösen Hitze beschließen wir am Würzjoch dann den Tag zu beschließen, da H(elmut) D(ennis) R(icco ) echt müde sind. Die Dolomiten sind auch schon in Sicht....Der Peitlerkofl..



Eine 3-Sterne Herberge hat hier im Heizungskeller ( 30 Schlitten sind hier gelagert, kein Estrich, nur Feldbetten, aber mit frischen Handtüchern und Seife ) eine Notunterkunft für 18 € eingerichtet....Frühstück extra...12 €.....Wir müssen es nehmen, wie es kommt......Die Nacht verläuft sehr ruhig.





Tag 12 Vallarga – Niedervintl – Rastnerhütte Shithills will never die

Heute steht der Tag unter dem Schatten des Aufstieges zur Rastner Hütte. Alle Hütten des ( regulären ) Weges ( Schlüterhütte, Roner Hütte, Kreuzwiesen Alm ) waren komplett belegt, so daß wir planten die Tagesetappe auszudehnen bis zur wunderschönen Mauerberg- Alm .......Abwarten...








Zuerst durften wir den Berg hinter Niedervintl / Vandoies „besteigen“, der in Zickzackkurven von 750 Hm auf 17450 Hm ansteigt. Ich habe eine purre DNS-Spur von Schweiss hinterlassen...Es geht hier Mega Steil  den Berg hinauf – wenigstens im Schatten, aber über Stunden hinweg....







Gegen Mittag erreichen wir dann die Ronerhütte und die Hochmoor/ das Hochalm / Heidegebiet der Lüsener Alm, dass mir persönlich sehr gut gefällt. Toll, Urlaub müßte man hier machen.....statt Kilometer zu
schrubben...







Als wir  dann die Stage des GC1FPN1 – Jackobsstöckl erreichen, sind wir nach 20 km schon recht platt und beschließen das Langstreckenrennen bis Belluno in der wunderschönen Heidelandschaft auf der Rastneralm zu beenden....





Schließlich will der „München – Venedig Film 2012“  auch noch bearbeitet werden....




Dienstag, 14. August 2012

Tag 11 Vallarga – Gliderscharte – Vallarga Stage M des Caches muß heute fallen.

Seit Jahren höre und lese ich, dass es auf der Gliderscharte gerne und häufig so aussieht : Nebel, Kälte, Schnee und generell schlechtes Wetter...

Heute steigen wir bei 20 ° C und schönem Wetter zur Scharte auf. 1500 Hm Aufstieg kosten etwas Zeit. ... und Anstrengung. Auf der „Oberen Engbergalm“, einer bewohnten und bewirtschafteten Hütte gibt es frische Milch und selbstgemachten Holundersaft.....köstlich. Auch die Butter wird hier unter unseren Augen frisch geschlagen.....Eine Augenweide.....





Nach vielen Blicken in die Landschaft erreichen wir dann den Grindlbergsee, der nur knapp unterhalb der Scharte liegt. Ich habe ein Bild dieses See ´s als Hintergrundbild auf diesem Rechner seit langer Zeit....er sieht wirklich genau so aus.....erstaunlich.




Gegen 14:00 Uhr erreichen wir dann die etwas komplizierte Stage des Caches und können mit vielen Zahlen der gesammelten letzten Tage einige larheit für uns schaffen....AHA.... OHO.....Pssssst !





Gegen 14:30 Uhr beginnt schließlich ein langer Abstieg über 1500 Hm,bis wir gegen 18:00 Uhr das Gasthaus erreichen. Da dort eine Gruppe italienischer Katholiken einzegogen ist,muss ich eine andere Pension besuchen: „Haus Maria“ ist zwar einige Meter entfernt, hat aber einen leckeren Rotwein, der mich nach einem kurzen Besuch des örtlichen Musikfestes ( unüberhörbar )  gegen 22:00 Uhr sehr zufrieden ins Bett bringt. 12000 HM in 11 Tagen sind eben eine ganze Menge, die mich langsam gegen Abend früh ins Lager treiben....Man wird alt......






Tag 10 Pfitscher Joch Haus – Pfundres Rechne immer mit unvorhersehbaren Katastrophen....habe immer eine Alternativlösung

Aufgrund der Tatsache, das in dem kleinen Tal bei Stein / Sasso in den letzen Tagen ein Unwetter den Gliderbach und andere Bäche zum überlaufen und zu einer lawinenartigen Geröllmasse hat anschwellen lasen, die Häuser und  Brücken auf einer Breite von 500 Metern weggerissen hat ( 2 Tote ) fehlt uns eine Brücke für den Übergang von Sasso nach Pfundres....SHYCE...








Wir steigen zuerst nach Stein ab und sehen dabei eine archäologische Ausgrabung, die den Resten einer Steinzeitsiedlung nachspürt...Öttzi läßt grüssen. Dann studieren wir den Busplan und entscheiden von Stein – Sterzing – Brixen – Vintl nach Pfunders mit dem Bus zu fahren. Eine gewaltige Strecke, die uns aber wieder nahe an den Weg bringt. 6 Stunden später sind wir da und entscheiden am nächsten Tag zum Gliderschartl aufzusteigen, damit die „Buslücke“ als GPS-Track geschlossen wird und die Stage M des Geocaches GC1FPN1 erledigt wird....

Übernachtet wird in Vallarga / Weitenfeld, wo eine Familie uns mit Mengen an Essen ( 4 Teller Spaghetti Bolognese , dann 3 Wiener Schnitzel nebst Salat vor dem Käseteller )  versorgt. Auch die große Wäsche war hier möglich.



Toll.